Literatur Hochbegabung

Hauptkategorie: hochbegabung

Ausgewählte Bücher für die Praxis:

Brunner, E., Gyseler, D., Lienhard, P. (2005). Hochbegabung - (k)ein Problem?

Zug: Klett.

Hochbegabung ist ein häufiges Thema in den Medien. Oft werden dabei eher Vorurteile als Fakten zum Beleg von Meinungen herangezogen. «Hochbegabung - (k)ein Problem» greift einige dieser Vorurteile auf und kommentiert sie aus pädagogischer Sicht.
Anhand verschiedener Hochbegabungs-Modelle werden die theoretischen Grundlagen des Themas behandelt. Im Zentrum des Buches stehen Antworten auf Fragen aus pädagogischer und sonderpädagogischer Sicht:

  • Ist Hochbegabung überhaupt ein Thema der Sonderpädagogik?
  • Soll sie es sein?
  • Unter welchen Umständen wird Hochbegabung zur Thematik der Sonderpädagogik?

Aus diesen Fragen resultiert ein Modell, mit dem der Einsatz von sonderpädagogischen Massnahmen für ein Kind beurteilt werden kann.
Die drei erfahrenen Autoren verfolgen in diesem Buch das Ziel, sowohl vorliegende theoretische Erkenntnisse in einem sinnvollen Umfang kritisch zu würdigen als auch möglichst kompakte Empfehlungen zur Diagnostik und Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher auszusprechen. Daraus entsteht die Konzeption einer begabungs- und begabtenfördernden Didaktik, die sich an all jene richtet, die im schulischen Kontext mit begabten Kindern umgehen.

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Brunner, Esther (2001). Forschendes Lernen. Frauenfeld: Lehrmittelverlag des Kantons Thurgau.

In diesem Buch wird die Unterrichtskonzeption des forschenden Lernens zunächst in den Zusammenhang der Begabungsförderung gestellt, sorgfältig begründet und dann auf leicht nachvollziehbare Weise erläutert. Erklärt werden die Grundhaltungen ebenso wie die einzelnen Schritte, die bei der Planung und Begleitung forschenden Lernens wichtig sind. Mit zahlreichen Beispielen zeigt die Autorin, wie diese Unterrichtskonzeption sowohl im Regelklassenunterricht wie auch in der Förderung von Kindern mit speziellen Bedürfnissen eingesetzt werden kann. Diese Beispiele stammen aus verschiedenen Lernbereichen und Schulstufen; damit machen sie deutlich, dass dem forschenden Lernen kaum Grenzen gesetzt sind. Einen besonderen Akzent setzt die Autorin dort, wo sie zeigt, dass forschendes Lernen keine einsame Sache ist, sondern in regem Austausch mit anderen Lernenden, der Lehrperson und der ganzen Klassengemeinschaft geschieht.
Das Buch regt an, ermuntert und ermutigt zum Einsatz dieser Unterrichtskonzeption und ist damit ein wichtiger Leitfaden im Umgang mit Heterogenität. Um dies zu illustrieren, soll ein Satz zitiert werden, der die Grundidee zum Ausdruck bringt: «Unterschiedliche Lernvoraussetzungen werden so zum Gewinn für die ganze Gemeinschaft und nicht zum Problem der Lehrkraft» (S.105).

Lehrmittelzentrale des Kantons Thurgau, Riedstr. 7, 8510 Frauenfeld
Telefon 052 724 30 56, Telefax 052 724 30 65, www.tg.ch/bldz

Preis: 49.50 (2. Aufl.) Online bestellen


Brunner, Esther (2003). Begabtenförderung - ein Thurgauer Modell (Video). Frauenfeld: Lehrmittelverlag des Kantons Thurgau.

Hochbegabte Kinder brauchen nicht zwingend auf Grund ihrer hohen intellektuellen Begabung einen speziellen Unterricht. Manchmal aber können sie stark ausgeprägte Bedürfnisse entwickeln, die im Rahmen einer Regelklasse nicht mehr abgedeckt werden können. Dann entstehen besondere schulische Erfordernisse. Diese verlangen nach besonderen schulischen Massnahmen.
Eine solche Massnahme ist der Thurgauer Fördertag. An einem Tag pro Woche besuchen hochbegabte Kinder nicht den Unterricht in der Regelklasse, sondern den des Fördertags. Dazu werden sie zentral in einer altersgemischten Gruppe zusammen gefasst und gemeinsam unterrichtet.
Der Film gibt einen Einblick in den Fördertag und die individuelle Arbeit der Schülerinnen und Schüler.

Autorin: Esther Brunner
Beratung und Realisation: Ernst Hofstetter
Dauer: 21 Minuten
Erhältlich als VHS

Lehrmittelzentrale des Kantons Thurgau, Riedstr. 7, 8510 Frauenfeld
Telefon 052 724 30 56, Telefax 052 724 30 65, www.tg.ch/bldz

Schulpreis: 35.-
Ladenpreis: 43.80


Grossenbacher, S. (Hrsg.). (1999). Begabungsförderung in der Volksschule.
Aarau: Trendbericht der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung, Nr. 2.

In diesem spannend zu lesenden Standardwerk wird durch die Beiträge von zwanzig namhaften Autorinnen und Autoren aufgezeigt, dass ein begabungsfördernder Unterricht mehr ist als eine methodisch-didaktische Massnahme. Vielmehr stellt dieser ein Element der Schulentwicklung dar, welche sich letztlich in einer erhöhten Kompetenz der Schule im Umgang mit einer heterogenen Schülerschaft zeigt. - 184 Seiten (ca. SFr. 25.-)

Erhältlich bei:
Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung, Entfelderstr. 61, 5000 Aarau
Tel 062 835 23 90 Fax 062 835 23 90
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Ist für Schulteams des Kantons Thurgau gratis erhältlich bei der Projektleiterin oder auf dem Sekretariat Schulentwicklung (Grabenstr.) oder DEK (Spannerstr.)


Huser, Joëlle (2001): Lichtblick für helle Köpfe. Zürich: Lehrmittelverlag.

Ein Wegweiser zur Erkennung und Förderung von hohen Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen auf allen Schulstufen

Das Buch führt übersichtlich und leicht verständllich in die neueren Verständnismodelle von Intelligenz und die wesentlichen Aspekte des Themas Begabten- und Begabungsförderung ein. Die Chancen und Problem der „hellen Köpfe“ werden fundiert erläutert. Konkrete Anleitungen für die tägliche Unterrichtspraxis mit praktischen Kopiervorlagen, diagnostische Hilfen, Fördermodelle und Gestaltungsperspektiven für den Unterricht in unterschiedlichen Fächern und Stufen geben den Lehrpersonen eine echte Hilfestellung für die Praxis.

Aus dem Inhalt
- Vorurteile oder Fakten - was ist was?
- Meine Stärken und Begabungen - wo bin ich gut?
- Schulische Unterforderung - Ursachen, Symptome und Folgen
- Minderleistende helle Köpfe - wie sie sich tarnen
- Flow - jenseits von Langeweile und Angst
- Motivation - wie ich sie in Bewegung bringe
- Kreativität - warum es ohne sie nicht geht
- Wie erkenne ich hohe Fähigkeiten?
- Fördermassnahmen - wie wer weiterkommt
- Förderung sprachlicher Intelligenz
- Förderung mathematischer Intelligenz
- Förderung räumlicher Intelligenz
- Förderung intra- und interpersonaler Intelligenz
- Weitere Fördermassnahmen
- Hilfreiche Adressen und andere Angebote

neu: 3. überarbeitete Auflage 2001
Lehrmittelverlag des Kantons Zürich, Räffelstrasse 32
Postfach, 8045 Zürich T 01-462 98 15 7 F 01-462 99 61
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Schulpreis: 35.-
Ladenpreis: 43.80


Renzulli, Joseph S. / Reis, Sally M. / Stedtnitz, Ulrike (2001). Das Schulische Enrichment Modell (SEM), Textband und Begleitband. Aarau: Bildung Sauerländer.

Das „Schulische Enrichment Modell“ (SEM) des amerikanischen Forscherpaars Renzulli/Reis zeigt einen Weg, wie alle SchülerInnen einer Schule optimal gefördert werden können. Ulrike Stedtnitz hat das Modell an Schweizer Verhältnisse angepasst.
Im Gespräch ums Thema Hochbegabung oder Begabungsförderung scheiden sich die Geister meist an der Frage, ob es darum gehe, alle Kinder ihren Möglichkeiten gemäss zu fördern oder besonders begabte Menschen zu identifizieren und entsprechend zu fördern.
Das Forscherpaar Renzulli/Reis aus Connecticut befasst sich schon sehr lange mit dem Thema und vertritt die Ansicht, alle Kinder einer Schuleinheit sollten gefördert werden. Sie haben vor einigen Jahren das Schulische Enrichment Modell (SEM) entwickelt, das dieser Einschätzung Rechnung trägt.
Die beiden Bände stellen eine kluge „Gebrauchsanweisung“ für die Einführung eines an die Bedürfnisse der entsprechenden Schule angepassten Begabungsförderungsprogramms dar. Im Textband wird das Modell mit seinen Elementen vorgestellt, im Begleitband finden sich zahlreiche Vorlagen für Präsentationen und Unterricht sowie Ideen für Trainingsaktivitäten. Daneben enthält es eine Fülle von Hinweisen auf Literatur und Webseiten sowie Weiterbildungsangebote.

Brigit Ulmann Stohler

1. Auflage 200, 180 Seiten, broschiert, CHF 78.00
ISBN 3-7941-4858-4

Erhältlich bei:
Bildung Sauerländer, Laurenzenvorstadt 89, Postfach, CH-5001 Aarau
Telefon +41 62 836 86 50 Telefax +41 62 836 86 56
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